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Aupairs - Geschichten aus dem Leben

Ex Au Pair aus Norwegen blieb in Deutschland

Arbeiten und Leben in Deutschland

Wenige Kilometer von Olso, ist sie aufgewachsen, 1986 kam sie mit 18 Jahren als Au-Pair-Mädchen nach Leeheim. Liz Halebö hieß sie damals und spielte in jener Zeit in Krumstadt Handball. Dort sah man das Ende ihrer Au-Pair-Zeit höchst ungern und fragte die rechte Rückraumspielerin, ob sie nicht noch ein Jahr länger bleiben wolle. Sie sagte zu, vorausgesetzt, sie hätte dann auch Job, Wohnung und Auto, was ihr über den Verein alles prompt vermittelt wurde. Ende Mai 1988 war schließlich auch diese Nachspielzeit in Deutschland zu Ende.

Kurz vor Schluß lernte Liz jedoch beim Skifahren in Österreich D. Simmermann kennen, der damals in Astholt lebte. Trotz ihrer Liebelei fuhr sie nach Norwegen zurück. Sie verabredete sich zwar mit ihm für den bevorstehenden Sommer in ihrer Heimat. Aber an seinen Besuch glaubte sie nicht unbedingt. Doch ihr heutiger Ehemann hielt Wort und besuchte sie.

Dabei lernte er auch ihre Eltern kennen, die aus Kiel stammende Mutter Alice und den norwegischen Vater Rolf, einen praktischen Arzt. An Weihnachten kam Liz zum vierwöchigen Gegenbesuch nach Astholt, ein gutes Jahr später zog sie bei ihrem Freund dort ein. An der FH in Wiesbaden setzte sie ihr in Norwegen begonnenes Studium fort und spielte in Aubach, in der Zweiten Liga Handball.

Geld verdiente sie, damals wie heute, bei einer Bank in Frankfurt. Und das kostete sie am 2. Februar 1990 beinahe das Leben. Denn Liz saß im ersten Waggon der aus Frankfurt ankommenden S-Bahn, die in Rüsselsheim mit einer aus Richtung Mainz anfahrenden zusammenstieß. 17 Menschen starben dabei. Lis Zimmermann bargen die Retter mit einer Becken-Ringfraktur. Sechs Wochen lag sie damit im Krankenhaus und beging den 2. Februar danach lange wie ihren zweiten Geburtstag.

Mit dem Handball konnte sie trotz der Verletzung weiter machen. Heute spielt sie beim TV Flöhsheim in der Oberliga. Ihr Studium beendete sie 1995 und ging anschließend für ein Praktikum zu den Vereinten Nationen nach New York, wo sie bei ihrem Bruder Olav wohnte. Anfang Juli 1996 fand in Norwegen die Hochzeit mit ihrem jetzigen Mann statt.

Vergangene Weihnachten hatte die nun vierköpfige Familie wahrscheinlich gemeinsam großes Glück: Denn eigentlich wollten sie während der Feiertage auf der thailändischen Halbinsel Phuket sein. Auch um zu sehen, wo Liz` zweiter Bruder sein Ferienhaus bauen will.

Da sie aber wegen des Todes ihres Vaters im September 2004 erst sehr spät buchten und dort kein passendes Hotel mehr fanden, verbrachte die Familie den Tag, als der Tsunami auch auf Phuket Tod und Verwüstung brachte, auf der thailändischen Insel Ko Samui im Golf von Thailand, die nicht von der Katastrophe betroffen war.



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