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Au Pair - Amerika

Feiertage in den USA

Zu Nikolaus Unmengen von Geschenken

Vor einem Jahr hat Nicola Hausmann ihr Abitur in Leipzig abgelegt. Zurzeit lebt sie in den Vereinigten Staaten, in Maryland, in einem Ort an der Ostküste. Über ihr Au-pair-Jahr berichtet sie:

Santa Claus bringt Geschenke

Mit meiner Gastfamilie hatte ich bis jetzt schon sehr viel Spaß. Die Wochentage sind zwar mit meinen Pflichten gegenüber Kindern und Haushalt sehr ausgefüllt, aber an den Feiertagen, zum Beispiel zun Erntedankfest und Weihnachten, konnte ich schon deren nette Verwandtschaft kennen lernen bei diesen Familienfesten. Den Großteil der Gäste machten die Kinder und Jugendlichen aus, pro Familie durchschnittlich durch drei vertreten. Zu Weihnachten wurde an Heiligabend warmer Schinken gereicht. Als die Kinder im Bett waren, trat Santa Claus in Aktion.

Am nächsten Morgen weckten die Kinder, die es nicht mehr erwarten konnten, das ganze Haus. „Santa“ war wirklich sehr fleißig gewesen, hatte die „Stockings“ (Weihnachtsstrümpfe) bis an den Rand gefüllt und Unmengen von Geschenken dagelassen, bevor er wieder durch Kamin und Schornstein aufs Dach zu seinem fliegenden Schlitten gelangte! Bis in den späten Vormittag waren wir im Schlafanzug mit dem Auspacken der Geschenke beschäftigt.
Anschließend gab es ein ausgedehntes Frühstück mit Rührei, Schinkenspeck und Streuselkuchen. Der danach geplante Besuch bei den Großeltern musste leider wegen der Grippeerkrankung des Opas ins Wasser fallen. So ging ich eben mit zwei Freundinnen ins Kino. Zu meinem Erstaunen war es an diesem „Weihnachtshaupttag der Amerikaner“ bis zum Zerplatzen gefüllt!

Schriller Weihnachsbaum

Der Weihnachtsbaum wurde schon zum ersten Advent von der ganzen Familie mit kunterbunten Lichtern und Kugeln geschmückt und erinnerte eher an eine schrille Faschingspalme. Meiner Meinung nach beschränkt sich die Weihnachtszeit in der amerikanischen Kultur sowieso nur auf die Geschenke, ein gemütliches Beisammensitzen bei heißem Tee und Kerzenschein kennt man hier nicht. Im Nachhinein bin ich aber ganz froh darüber. Dank der fehlenden Weihnachtsstimmung konnte kein großes Heimweh aufkommen!

Kürbis-Idylle zu Allerheiligen

Am lustigsten jedoch war bis jetzt Halloween. Die Kinder genossen schulfrei, und am Abend hatte ihre Schule ein großes Kinderfest mit vielen Spielen, Naschzeug, Hopsburg . . . organisiert. Danach stieg für mich noch eine Privatparty im Nachbarort. Ich kann nur sagen, so viele „Faschingsmuffel“ wie in Deutschland gibt es hier nicht, es hatte fast jeder für ein gutes Kostüm gesorgt. Zur Au-pair-Halloweenparty am Vortag ging es auch munter zu. Jeder hatte einen Kürbis mitgebracht, der dann mit Hilfe vieler guter Ideen und eines speziellen Kürbismessers seinen universellen Touch bekam. Zum Schluss möchte ich noch eine allseits bekannte Schrulle der Amerikaner bestätigen: Schon Wochen vor Halloween verbringen sie Stunden in ihrem Vorgarten, um wunderschöne Kürbis-Herbst-Stillleben in ihren Garten zu zaubern und vor Weihnachten scheinen ganze Ensemble von Rentieren, Christbäumen und aufblasbaren Schneemännern durch Millionen von bunten Lichtern zum Leben zu erwachen – ein einmaliger und unvergesslicher Anblick!