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Kenianisches Au Pair erhält Unterstützung

Aupairs aus Afrika

Nach der Aupairstelle in Deutschland zum Medizinstudium

Vor zwei Jahren hatte die Kenianerin Christine ihre Schule in Nairobi beendet und brach zu ihrem großen Abenteuer als Aupair nach Deutschland auf. Ihr Wunsch wäre es gewesen, im Heimatland Medizin zu studieren. Praktisch war das wegen der beschränken Studienplätze unmöglich. In Frankfurt dann fand sie rasch Kontakt zur dortigen Kirchengemeinde in ihrem Stadtviertel. Als die Gemeindemitglieder von ihrem Traum erfuhren, war der Weg nicht mehr weit.

Der Kirchenvorstand nahm sich der Sache an und übernahm die für ausländische Studenten notwendige Bürgschaft und zahlt neben den Studiengebühren das Büchergeld, die Krankenkasse und auch 500 Euro monatlich zum Lebensunterhalt,

Bereits über 10000 Euro kamen bereits als Spenden für das Studium der Kenianerin zusammen, so dass die Finanzierung erstmal bis Juli diesen Jahres gesichert ist. Aber noch wird es fünf Jahre bis zum zweiten Staatsexamen dauern, ein nicht zuletzt großes Risiko, das die Gemeinde übernommen hat, denn kommen nicht genügend Spenden zusammen, so muss im Notfall auf die Rücklagen zurückgegriffen werden.

Nach dem Studium möchte Christine als ausgebildete Medizinerin nach Kenia zurückkehren kann, einmal in einem Krankenhaus arbeiten und dann eine eigene Praxis aufmachen. In ihrem Heimatland herrscht großer Mangel an niedergelassenen Ärzten. Alle Prüfungen hat sie bisher mit Auszeichnung bestanden. Ihr Kontakt zur Gemeinde ist nach wie vor sehr eng, obwohl sie mittlerweile in einem Frankfurter Studentenwohnheim lebt. Sonntags sieht man sie beim Gottesdienst und einmal wöchentlich auch bei den Chorproben.

Während der nächsten Semesterferien ist erstmal vier Wochen Jobben an der Frankfurter Uniklinik angesagt, um selbst etwas zu ihrem Lebensunterhalt beizusteuern. Da ausländische Studenten nur begrenzt arbeiten dürfen, geht das nur in den Semesterferien. Auch das Heimweh macht ihr zu schaffen, so dass auch eine Reise nach Hause ansteht.